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Kairo von unten: Zivilgesellschaft und Fair Trade
8tägige Städtereise/ Hotelreise/ taz-Reise |
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Anforderungen: E-I |
Kairo, die größte arabische Metropole, bietet mehr als Pyramiden. Sie erhalten Einblicke in das soziale und kulturelle Leben einer muslimischen Gesellschaft mit christlicherr Minderheit, den Kopten. Für einen Tag verlassen Sie Kairo und fahren durch die Wüste in die nächst gelegene Oase El-Fayoum, besuchen Fair-Trade-Kooperativen und übernachten in einer Öko-Lodge.
Kairo ist die größte arabische Metropole, eine Stadt, die niemals ruht. Der beste Ort, um einen Einblick in das Leben und die Mechanismen einer arabisch-muslimischen Gesellschaft zu erhalten. Sie lernen das breite Spektrum islamisch motivierten sozialen Engagements kennen und erleben Menschen, die sich gegen Ungerechtigkeit auflehnen und für ein ökologisches Gleichgewicht engagieren. Sie besuchen verschiedene Fair-Trade-Kooperativen (Handelspartner von Feluka-Trading, dem Kooperationspartner dieser Reise) und erfahren, welche Hoffnungen ägyptische Frauen mit einem fairen Handel verbinden.
In Kairo wird Geschichte erlebbar. Sie besuchen die Al-Azhar, die älteste Universität der arabischen Welt und Hort islamischer Gelehrsamkeit, treffen aber auch junge engagierte Muslime; Sie lernen die Organisatoren eines ökosozialen Entwicklungs-Projekts in der Kairoer Müll-Stadt kennen und Journalisten, die sich aus einer säkularen Perspektive heraus mit muslimischen Gruppen auseinan-dersetzen; und Sie erhalten Gelegenheit, mit Aktivisten der religiöse und soziale Grenzen überschreitenden Bewegung „Kifaya“ zu diskutieren.
Auf dieser Reise erleben Sie auch die wachsenden Gegensätze in Ägypten. Kairo, eine der ältesten Städte der Menschheits-geschichte, wird heute geprägt durch die Spannungen zwischen verschiedenen Einflüssen der globa-len Ökonomie, ländlicher Verwurzelung und religiöser Werte, zwischen lähmender Armut und exzessivem Reichtum, zwischen einer verkrusteten, sich demokratisch gebenden Regierung und neuen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sagen: „Es reicht!“ („Kifaya“)
Die religiösen Grundlagen des Islam halten Musliminnen und Muslime dazu an, sich selbst und ihr Vermögen aktiv für das Wohlergehen ihrer Gesellschaft und insbesondere Bedürftiger einzusetzen. Ein Ausdruck davon ist die Verpflichtung, jährlich einen Prozentsatz des Einkommens als Zakat, häufig übersetzt mit Almosensteuer, zu spenden. Über die Jahrhunderte hatte sich so in Ägypten ein vielfältiges Stiftungswesen entwickelt, das vielfältige soziale Netzwerke aufbaute. Doch beim Staatsumbau in den 1950er Jahren wurden diese nahezu vollständig abgebaut. Erst am Ende des 20. Jahrhunderts, nach der Politik der wirtschaftlichen Liberalisierung und einem extremen Anwachsen des ökonomischen und sozialen Gefälles, erhielt das gesellschaftliche Engagement von Privatpersonen und von Gruppen von Bürgern – sei es aus religiösen, sozialen oder ökologischen Motivationen heraus – neue Impulse und führte zur Gründung immer neuer Stiftungen, Initiativen und Bewegungen.
Oase El-Fayoum
Von der Hektik der Metropole Kairo erholen Sie sich bei einem Ausflug in die nahe gelegene Oase El-Fayoum. Sie erleben das ländliche Ägypten. Ein fünfzig Meter unter Meeresniveau liegender großer See prägt das Leben der anderthalb Millionen Einwohner der Oase, die vor allem Landwirtschaft betreiben. Archäologen sind der Ansicht, hier sei der früheste nachweisbare Ort des Ackerbaus zu lokalisieren. Neben dem Anbau von Feigen, Datteln und Oliven ist Fayum besonders berühmt für seine reichhaltige Küche („Fayoum“ dient in der Umgangssprache als Synonym für „köstlich“). In der Oase gibt es mehrere Produktions-Kooperativen, die von der NGO "Fair Trade Egypt" unterstützt werden.
Anschlussreise individuell möglich
Gerne stellen wir Ihnen eine individuelle Anschlussreise nach diesem Kairo-Aufenthalt zusammen: sei es ein Badeurlaub am Roten Meer, eine Nilschiffsreise nach Luxor oder eine Fahrt zu den Oasen in der ägyptischen Wüste.
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