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126 Oman Trekkingreise intensiv - Akhdar & Sharqiyah
Intensive Trekking Reise am Djabal Akhdar und mit Eseln in den Bergen der Sharqiyah. Zeltübernachtungen unter dem Sternenhimmel



1.–2. Tag: Anreise und Erkundung Muscats
Flug von Deutschland nach Muscat. Ankunft dort am Abend des 1. Tages.

Unser erstes Ziel am Morgen des 2. Tages ist die Große Moschee, die Sultan Qaboos Grand Mosque. Anschließend verlassen wir die von Geschäftigkeit brummende Hauptstadtregion und erreichen so bereits am Nachmittag das auf einem Fels thronende Fort von Nakhl.

Auf serpentinenreichen Straßen erklimmen wir den Jebel Shams durch das Wadi Bani Awf. Unser Lager schlagen wir bei Sharaf al-Alamayn (2.250 müNN) hoch oben an der erst vor wenigen Jahren geschobenen Passstraße auf.


3.-7. Tag: Trekking am Jebel Akhdar
Heute beginnt unser Trekking am Jebel Akhdar. Am Morgen verladen wir unser Gepäck auf die Begleitfahrzeuge, die tagsüber teils große Umwege zurücklegen, damit wir abends an unsere Siebensachen kommen. Wasser von bester Qualität können wir mindestens einmal täglich an den lokalen Brunnen und afladj (Bewässerungskanälen) nachfüllen, die Lebensmittel für unser Picknick zur Mittagszeit verteilen wir zum Tragen auf unsere Tagesrucksäcke.

Noch bis vor wenigen Jahren war der breite und von zahllosen kleinen Tälern durchfurchte Rücken des ‘Akhdar nur zu Fuß oder per Hubschrauber zu erreichen. Alle Waren mussten von Eseln hinauf und hinab getragen werden. Inzwischen führt eine akkurat asphaltierte Straße auf den Berg und zu einigen der wichtigsten Orte. Doch gehören Teile des Jebel Akhdar nach wie vor zu den abgeschiedensten Gegenden Omans.

Am ersten Tag folgen wir dem Sattel des Djabal Shams nach Osten. Nach Norden hin eröffnen sich immer wieder weite Blicke hinunter ins Tal – dort liegen das für seine Terrassenfelder berühmte Dorf Bilad Sayt, und das Wadi Bani Awf. Dabei bewegen wir uns durchgehend auf einer Höhe zwischen 2.200 und 2.400 Metern. Nahe der Ortschaft Qiyut schlagen wir unsere Zelte auf.

Unser Tagesablauf orientiert sich an den erprobten Lebensgewohnheiten der Bergbewohner. Den größten Teil der Tagesetappe legen wir während der Morgenstunden zurück. Zur Mittagszeit suchen wir uns einen einladenden, möglichst auch schattigen Platz, an dem wir eine längere Pause einlegen und uns mit einem Picknick stärken. Am Nachmittag sind wir nochmals etwa zwei bis drei Stunden unterwegs, um unseren Campplatz zu erreichen.

Nach dem Zeltaufbau und einer kurzen Erkundung der Umgebung beginnen wir mit dem abendlichen Kochen. Danach bleibt meist noch genügend Zeit, am Feuer zu sitzen, in den Sternenhimmel zu schauen oder andere unwichtige Dinge zu tun.

Unser Wanderziel am zweiten Tag ist das Dörfchen Ru’us. Ein erster Pass ist am Ras al-Mukhaybiah (2.450 müNN) zu überwinden. Auf unserem weiteren Weg nach Ru‘us schweifen unsere Blicke hinunter in das gewaltige Wadi Tanuf, welches des Djabal Akhdar nach Süden hin entwässert und an dessen Oberlauf Ru’us liegt. Gleich neben der Moschee von Ru’us (1.950 müNN) haben die Dorfbewohner eine Madjlis errichtet. Ihre Mauern sind sorgfältig aus Naturstein gesetzt, und von den breiten Laibungen der Fensteröffnungen genießen wir bei einer Tasse Kaffee einen atemberaubenden Blick in die Ferne, über die Schluchten des Wadi Bani Kharus gen Meer hin.

Der dritte Trekkingtag hat es in sich: Von Ru’us steigen wir ins Wadi al-Hidjri zum Dorf Masirat ash-Shurayqiyin (1.350 müNN) hinab. An windstillen Tagen staut sich die Luft in den Tälern; das Klima wird dann eher feuchtwarm. Vom Talgrund des Wadi Hidjri führt ein alter Fußweg über einen Sattel auf etwa 1.800 müNN hinab ins Wadi al-Kawar und ins Dorf Masirat al-Jawamid (ca. 1.500 müNN). Am Nachmittag ist der Weg nach Aqabat al-Buyut mit einem nochmaligen steilen Anstieg auf 1.910 müNN verbunden. Unsere Begleitfahrzeuge erwarten uns schließlich in Aqabat al-Buyut und bringen uns ein kurzes Stück weiter zum Ras al-Shaykh – dem"Kopf des Stammesführers" –, wo wir uns ein verdientes Abendessen schmecken lassen. Wer diesen – oder einen der anderen – Trekkingtage aussetzen möchte, kann das natürlich jederzeit tun, und mit einem der Fahrzeuge zum Zeltplatz vorfahren.

Bani Habib, eines der uralten, heute verlassenen Dörfer auf etwa 1900 müNN, erkunden wir am Morgen des vierten Trekkingtages. Dieser Wandertag kommt ohne größere Steigungen und Gefälle aus. Der Bewuchs hier auf dem Oberen Sayq-Plateau besteht aus silbrig glänzenden Gräsern, stacheligen Büschen, erstaunlich widerstandsfähigen weiß blühenden Blumen und sehr alten Wacholderbäumen. In besser geschützten Winkeln gedeihen wilde Oliven. Unsere Zelte stellen wir heute oberhalb vom Wadi al-Qishu nahe Mu’qal (1.600 müNN) auf.

Der nun folgende fünfte Trekkingtag führt uns entlang der Abbruchkante und dann hinein in das tief unter uns liegende Wadi al-Qishu an der Westseite des Jebel Akhdar. Am frühen Nachmittag werden wir etwa 1.100 Höhenmeter tiefer im kleinen Ort al-Far angelangt sein. In der Nähe erwarten uns unsere Geländewagen und bringen uns nach Nizwa, wo wir uns nach den anstrengenden Tagen in den Bergen am Hotelpool entspannen können und sicher die Duschen und dicken Matratzen im Hotel genießen werden.


8. Tag: Freitagsmarkt in Nizwa
Heute ist in Nizwa viel los. Denn da findet, wie jeden Freitag, der große Tiermarkt statt, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Nachmittags verlassen wir den westlichen Hadjar und fahren hinein in die Ramlat al-Wahiba, wo wir uns in den rotgoldenen Dünen einen schönen Zeltplatz suchen. Wer mag, unternimmt am Abend eine Dünenwanderung.

9. Tag: Aus der Wüste in die Berge: Canyoning im Wadi Bani Khalid
Heute heißt es sehr früh aufstehen! Per Geländewagen verlassen wir die Dünenlandschaft. Unser Ziel ist die Oase Budah. Hier brechen wir zu unserem Canyoning im Wadi Bani Khalid auf, das wir wegen der gleißend hell reflektierenden, in den Mittagsstunden heißen Felswände des Wadis möglichst früh morgens beginnen wollen.

Schwimmkenntnisse und das Klettern unter Zurhilfenahme der Hände sind heute gefordert, denn die Route führt durch ein Gewirr von teils haushohen Felsblöcken, die die enge Schlucht des Wadis versperren, und die nur kletternd überwunden werden können. Wasser gibt es hier so reichlich, dass das Wadi zu jeder Jahreszeit mit klaren Pools und kleinen Wasserfällen aufwarten kann. Über längere Abschnitte ist die Schlucht so eng und der Wasserstand so hoch, dass wir einen Teil unseres Weges schwimmend zurücklegen müssen.

Das Schwimmtrekking selbst dauert etwa fünf Stunden. Am anderen Ende, bei Souq, erwarten uns wieder unsere Geländewagen und bringen uns endgültig zum Ausgangspunkt unseres Lasteseltrekkings im Wadi Ma'rat, nahe dem Oberlauf des Wadi Bani Khalid.

Für Mitreisende, die weniger abenteuerlich veranlagt sind, bieten wir an diesem Tag ein Alternativprogramm mit einem ausgiebigen Bad in einem anderen, leichter erreichbaren Teil des Wadis mit im Sonnenlicht wunderbar opal- bis smaragdgrün glitzernden Seen an. Mit der gebotenen Rücksicht gegenüber den TalbewohnerInnen (also mit ausreichender Bekleidung) – und ohne Seife – können wir uns auch hier in die kühlen Fluten stürzen.


10.-12. Tag: Trekking mit Lasteseln im Hadjar al-Sharqi
Die Leute, die uns in den kommenden drei Tagen über die Berge führen, sind Zawawi, das heißt "diejenigen, die das Feuer nutzen".

Die Zawawi sind Bedu und bringen seit Jahrhunderten die Waren vom Tariq Quriat – also dem Weg entlang der Küste zwischen Quriat und Sur – über die Berge hinüber in die Oasen zwischen dem Hajar al-Sharqi und der Ramlat al-Wahiba. Ihre Vorfahren benutzten die schmalen Pfade, an deren Rändern sie ihre kleinen Kaffeefeuer entzündeten, seit Menschengedenken, denn sie besaßen nie die fruchtbaren Felder und Gärten unten in den Wadis, wo das Wasser ganzjährig fließt. Die gehören nämlich den Byadra, den Bauern.

Der Reichtum der Zawawi waren und sind die Ziegen, die ihnen Milch und Fleisch liefern, und die Esel, auf deren geduldigen Rücken sie die Datteln und die anderen Produkte der Byadra über die trockenen Berge transportierten. Heute nehmen sich die Byadra lieber ein Auto, dem man mehr Datteln aufladen kann und mit dem man trotz des großen Umweges innerhalb eines Tages hinüber in die Oasen kommt. Aber die Zawawi kennen die alten Pfade noch und werden uns in den kommenden Tagen sicher über die Berge zu den Palmen im Wadi Tiwi führen.

Auch in der Sharqiyah orientiert sich unser Tagesablauf an den uralten Gewohnheiten der Beduinen: Spätestens mit Sonnenaufgang wachen wir auf und kochen uns zuallererst Qahwa, den mit Kardamom gewürzten Kaffee. Dazu gibt es ein paar Datteln, aber auch Fladenbrot und andere feine Sachen. Dann machen sich unsere Führer daran, die Tiere zu füttern, zu satteln und zu bepacken, wobei die Packerei recht aufwändig ist, denn die Lasten müssen genau austariert werden, damit tagsüber kein Malheur passiert. Das kann leicht eine Stunde Zeit in Anspruch nehmen! Auch unsere Habseligkeiten müssen verladen werden, und die Beschränkung auf maximal 10 Kilogramm pro Reisendem lässt sich spätestens jetzt leicht einsehen. Da wir ab jetzt ohne Begleitfahrzeug unterwegs sein werden, tragen die Esel ja nicht nur unser Gepäck, sondern zusätzlich die ganze Last der Ausrüstung samt den großen Wasserkanistern.

Aber endlich geht es los, denn auch hier wollen wir während der Morgenstunden den größten Teil der Tagesetappe zurücklegen. Wir als Fußgänger starten vor den Eseln und der Begleitmannschaft und halten zwischendurch immer wieder einmal an, um die Landschaft zu genießen. Die Maultiere und die Treiber dagegen halten ein möglichst gleichmäßiges, aber dafür sehr hohes Tempo ein, und so kann es sein, dass wir uns zwischendurch länger aus den Augen verlieren.

Zur Mittagszeit treffen wir uns mit der kompletten Mannschaft an einem besonders schönen, möglichst auch schattigen Platz, an dem wir eine längere Pause einlegen. Unser Mittagessen besteht meist aus Brot und Rohkost. Anschließend bleibt Zeit für Nichts-Tun oder eine kleine Erkundungstour auf eigene Faust.

Am Nachmittag sind wir nochmals etwa zwei bis drei Stunden unterwegs, um unseren Campplatz zu erreichen. Dort beginnen wir nach einer kleinen Pause mit dem abendlichen Kochen.

Unsere Route folgt zunächst dem Wadi Ma'rat. Wir durchwandern eine von hohen Felswänden umschlossene Schlucht, in der sich der Sidr-Baum mit seinen kleinen, quittengelben Früchten angesiedelt hat. Unseren von unzähligen Eselshufen geschaffenen Pfad sehen wir auf den buckligen, durch Wind und Regenwasser zernarbten und von Wadiläufen zerrissenen Bergschultern immer wieder als haarfeine Linie zum Horizont führen. Trotz des beständigen Wassermangels und obwohl der Kalkstein kaum Wasser speichert, wachsen doch buschige Akazien und andere stachelige Pflänzchen mit winzigen Blättern und borstigen Halmen.

Auf unserem Weg über die Berge treffen wir im kamelbraunen Fels zudem auf natürliche Höhlen, die den Zawawi einst als Behausungen dienten – und es teils auch heute noch tun. Zwischendurch begegnen uns auch vereinzelt weißliche runde Steine. Die wurden und werden an besonders schwierigen Stellen als gewichtsausgleichender Ballast zu- und später wieder abgeladen.

Nur wenige, winzige Siedlungen sind in dieser lebensfeindlichen Bergwelt zu finden. Unsere Begleiter wählen für die Nächte möglichst Plätze in der weiteren Umgebung dieser Siedlungen. Das bringt es mit sich, dass wir des Abends manchmal Besuch von neugierigen und gleichzeitig schüchternen Kindern bekommen, die sich die Fremden auch einmal aus der Nähe anschauen wollen.

Am Morgen des 12. Tages erwartet uns ein atemberaubender Blick von den Bergen hinab in die Oasen des Wadi Tiwi. Ein schmaler, gerölliger Pfad führt eng an den Felswänden hinab in die Tiefe. In den Morgenstunden bewältigen wir so mehr als 900 Meter Höhenunterschied und treffen wohl um die Mittagszeit im Örtchen Simah ein. Hier verladen wir unser Gepäck von den geduldigen Eselsrücken in den bereit stehenden Kleinbus.

Wir lassen unser Trekking mit einer Wanderung durch das Wadi, das sich zwischen den himmelragenden Bergen eine schmale Schlucht hinunter zur Küste gegraben hat, ausklingen. Oleanderbüsche, säuselnde Dattelpalmen und Gemüsegärten säumen unseren Weg, doch das eigentliche Wunder – gerade nach unseren Tagen in den Bergen – ist das Wasser, das sich seinen Weg durch dieses kleine Paradies bahnt. Jeder Quadratmeter wird für den Anbau von Datteln, Getreide, ein wenig Viehfutter und subtropischen Früchten aller Art wie Bananen und Mango genutzt.

Zwischendurch genießen wir nochmals ein erfrischendes Bad in einem Süßwasserpool und spülen uns so den Staub der vergangenen Tage von der Haut. Dann geht es ein letztes Mal abseits aller Pfade über Stock und Stein – was wieder mit einiger Kletterei verbunden ist – hinab zum Meer. Denn die moderne Fahrstraße führt weiter oben am Hang entlang.

Wenig später erwarten uns unsere Wagen, mit dem wir die kurze Strecke nach Sur zurücklegen.

Nach den Anstrengungen der vorangegangenen Tage genießen wir nun die Annehmlichkeiten eines Hotels, das direkt am Strand von Sur liegt.




13.-14. Tag: Die Küste der Sharqiyah: Am Indischen Ozean
Am Morgen des 13. Tages erkunden wir die alte Hafenstadt Sur mit Werften, in denen seit alters her die berühmten Dhows, die mächtigen Holzschiffe, gebaut werden. Hier liegen zwar nicht zu allen Jahreszeiten Schiffe im Dock, doch lohnt ein Besuch allemal. Der Nachmittag steht uns für ein Bad im Indischen Ozean zur Verfügung.

Am 14. Tag geht es in wenigen Stunden entlang der Küste zurück nach Muscat. Doch bevor wir die Hauptstadt erreichen, erkunden wir das Wadi Dayqah, in dessen Oberlauf wir ein letztes Mal in dem sauberen Süßwasser baden können. Am Nachmittag des 14. Reisetages besuchen wir das Museum im Bayt al-Zubayr im Stadtteil Muscat oder gleich das im Herbst 2016 neu eröffnete Nationalmuseum. Am frühen Abend bummeln wir gemeinsam durch die überdachten Gassen des Souqs in Mutrah, lassen uns von der Stimmung im Souq einfangen, und speisen ein letztes Mal gemeinsam. Am späten Abend des 14. Tages erfolgt der Transfer zum Flughafen.


15. Tag: Das Ende der Reise
Kurz nach Mitternacht beginnt der Rückflug nach Frankfurt; Ankunft dort am Morgen des 15. Tages.

HINWEISE
Die beiden Trekkings erfordern Schwindelfreiheit, eine gute körperliche Kondition, Trittsicherheit auf Geröll und steinigem Boden und außerdem die Bereitschaft, auf europäischen Komfort zu verzichten. Die täglichen Laufzeiten betragen sechs bis acht Stunden, das entspricht zehn bis fünfundzwanzig Tageskilometern.


 

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