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524 Iran Wüsten Reise in die großen persischen Wüsten
Geländewagen-Expedition in die Dasht-e Kavir und Dasht-e Lut, die unzugänglichen Salz- und Sandwüsten Persiens



1.-2. Tag: Anreise über Teheran in die Dasht-e Kavir
Flug von Frankfurt nach Teheran (Tehran) und Ankunft dort am Abend.

Bereits am nächsten Morgen starten wir in Geländewagen Richtung Süden. Fahrt über Qom mit Frühstück am Motorway nahe Qom und weiter nach Kashan. In Kashan kurze Besichtigung des Fin-Gartens Bagh-e Fin und der Wohnhäuser. Mittagessen in Kashan. Weiter in die Berge bis Abyaneh und Übernachtung in einem landestypischen Hotel.

3.-7. Tag: In der Dasht-e Kavir
Morgens Besichtigung von Abyaneh, Fahrt nach Na’in (Besuch der Moschee, Lunch).
Hinter Anarak verlassen wir die Asphaltstraße Richtung Norden und erreichen die Sandwüste Rig-e Djinn, die „Geistersande“. Die Dasht-e Kavir ist eine eher flache, von riesigen Salzpfannen bestimmte Wüste. Nur in wenigen Gebieten wie den Rig-e Djinn bestimmen Sanddünenfelder die Landschaft. In den Dünen schlagen wir ein erstes Mal unser Camp auf.

Am 4. Tag queren wir die Rig-e Djinn, deren Dünen immerhin eine Höhe von etwa 80-90 Metern erreichen. Wir bleiben eine zweite Nacht in diesem Gebiet, bevor wir weiter nach Jandagh fahren. Westlich von Jandagh liegen die Oasen Farhazad und Mesre, denen wir einen Besuch abstatten. Unser Tagesziel ist ein Wüstental, das sich zwischen der Sandwüste und den schwarzen Bergen von Kalalah erstreckt.

Am kommenden Morgen erkunden wir diese Landschaft zu Fuß, bevor wir über die Oase Arusan (heute nur noch von zwei alten Männern bewohnt) weiter nach Chur (Khor) fahren. Hier legen wir eine Zwischenübernachtung in einem einfachen Hotel ein.

8.-11. Tag: Fahrt durch die nördliche Dasht-e Lut nach Birjand
Am 8. Tag geht es über die Oasen Iradj und Bayazeh in die Shoteran-Wüste. Die Sanddünen der Shoteran überdecken die östlichen Ausläufer der immensen Salzpfannen der Dasht-e Kavir.

Tags darauf erreichen wir Tabass, das durch das schwere Erdbeben im Jahr 1978 fast komplett zerstört wurde. Tabass liegt bereits östlich des Gebirgsriegels, der die Kavir von der Dasht-e Lut trennt.

Südlich von Tabass erstreckt sich zwischen den Oasengärten von Parvadeh und der malerisch auf einem Felssporn errichteten Altstadt von Nayband die Rigestan-Wüste. Die Dünen der Rigestan branden gegen das dunkle Gestein des Kuh-e Nayband. Ein Großteil des Gebiets steht unter Naturschutz. Hier leben große Gazellenherden; in den Bergen auch Bergschafe und Bergziegen. Der Nationalpark ist zudem eine Heimat für Streifenhyänen (die wir des nachts recht wahrscheinlich auch heulen hören) und der äußerst selten gewordenen Asiatischen Geparden.
Eine weitere Nacht verbringen wir in den tiefgrünen Dattelpalmenhainen unterhalb von Nayband, bevor wir – nun nochmals auf einer Asphaltstraße – östlich nach Birjand fahren. Nach drei Zeltnächten schlafen wir nochmals in einem Hotel und decken uns mit den frischen Lebensmitteln ein, die wir für die Lut brauchen.

12.-17. Tag: In der Dasht-e Lut
Für die nun verbleibenden 200 Kilometer bis zu unserem letzten Tankstopp bei Nehbandan benötigen wir auf Asphalt wenige Stunden. Nachdem wir unsere Benzintanks und Kanister randvoll gefüllt und auch Wasser nachgefasst haben, biegen wir noch vor Erreichen der Oase Deh Salm nach Süden in die Lut ab und fahren von Nordosten her in die Dasht-e Lut hinein.

Zunächst schlängeln wir uns durch schmale Durchlässe in einem kleinen buntfarbigen Gebirgsstock und gelangen über eine weite, von Salzseen geprägte Ebene in die Region um den Berg Kuh-i Malik Mohamad, der schon dem österreichischen Reisenden und Forscher Alfons Gabriel zur Orientierung diente. Er war es auch, der diesem Berg überhaupt einen Namen gab.
Wir genießen die ersten Stunden in den Dünen, die hier noch relativ dicht bewachsen sind. Wenig südlich branden diese Dünen an einen kleinen Bergstock, der aus äußerst scharfkantigem Gestein besteht. Nach seiner Querung erwartet uns eine erste Nacht am Nordrand der Dünen der zentralen Lut.

In den nun folgenden Tagen erkunden wir diese Dünen ausführlich. Ihre höchsten Grate verlaufen überwiegend in Südwestrichtung, doch je weiter wir nach Süden vordringen, desto verwirrender wird das Muster der Dünenzüge. Tief greifen hier die Finger der riesigen Sterndünen ineinander. Eines unserer Ziele ist das "Tal der Meteoriten", eine Gegend der Wüste, in der Reste eines außerirdischen Himmelskörpers verstreut liegen. Diese Gesteine zeichnen sich in erster Linie durch ihren hohen Eisengehalt aus und sind daher besonders schwer.

Bewuchs treffen wir in dieser Sandwüste nur selten an, doch manchmal steht eine einsame Akazie in einem Dünental und spendet willkommenen Schatten für ein Mittags-Picknick. Mehrere Tage sind wir zwischen den turmhoch aufragenden Dünenriesen unterwegs und müssen dabei immer wieder steile Sandhänge überwinden.

Dann wenden wir uns gen Westen und queren die flacheren Ebenen der zentralen Lut. Hier überdecken mächtige, einzeln stehende Sterndünen einen flachen Wüstenboden, aus dem nur dann und wann schon bizarr geformte Überbleibsel eines ehemaligen Meeresbodens aufragen. Ein wenig erinnern diese Kalksteinmonolithe an die Formationen der ägyptischen Weißen Wüste.

Je weiter wir nach Westen gelangen, desto höher erheben sich vor uns die Kaluts, von Wind und Sand stromlinienförmig erodierte Kalksteinfelsen. Sie sind scharfgratig und stehen in langen, parallelen Reihen hintereinander. Zwischen den oft bis zu hundert Meter hohen Riegeln erstrecken sich weite, ringförmige Arenen, in deren Zentren abflusslose Senken liegen. Gleich Trichtern sind ihre Ränder durch übereinanderliegende weiße Kalksteinbänder gegliedert. Entlang der Kaluts bewegen wir uns nun weiter nach Süden und erreichen schließlich am 16. Reisetag die Wüste Zang-i Ahmad, die die Lut nach Süden hin begrenzt.

Am 17. Tag gelangen wir schließlich in einstmals bewohnte Regionen. Aufgelassene Oasen mit teils stark verwitterten Lehmbauten und vereinzelte Signaltürme bieten uns Orientierung. Wir verbringen eine letzte Nacht an der Quelle Chesmeh Jalan.

18.-20. Tag: Oasen am Westrand der Lut: Qichit und Yazd
Unser Ziel am 18. Tag ist die Oase von Qichit, die schon etwas nördlicher als Bam (die Stadt wurde im Jahr 2003 durch ein Erdbeben fast vollkommen zerstört) am Westrand der Lut liegt. Der alter Ortskern ist dem Verfall preisgegeben: Unterhalb einer monumentalen Lehmfestung erstrecken sich die aus Lehmziegeln kunstvoll geschichteten Wohnhäuser, im Inneren verziert mit Stukkaturen und Gewölben. Von der Festung aus überblickt man die fruchtbaren, dichten Dattelpalmenhaine und weiter im Osten die „Geisterstädte der Lut“. Wir übernachten im modernen Teil von Qichit in einem Wohnhaus und haben nach 6 Zeltnächten erstmals wieder ein Dach über dem Kopf.

Am 19. Tag treffen wir schließlich nach einer längeren Fahrstrecke, die uns über Mahan und Rayen in den Norden führt, in der alten Seidenstadt Yazd ein. Am Abend verabschieden wir uns von unserer Wüstencrew, die den Weg nach Tehran ja im Fahrzeug zurücklegt.

Den ganzen 20. Tag nehmen wir uns gemeinsam mit einem lokalen Stadtführer Zeit, die Seidenstadt zu besichtigen. Wir erkunden sowohl den Basar und die unter UNESCO-Schutz stehende Altstadt — noch fast vollständig von einer Lehmziegelmauer umgeben — mit ihren prächtigen Moscheen und Mausoleen als auch die gewaltigen Schweigetürme der Zoroastrier, wo früher deren Tote ausgesetzt wurden. Mit etwas Glück können wir auch einen Zurkhaneh besuchen. Dieser jahrhundertalte Sport wird gleichermaßen zur körperlichen wie geistigen Ertüchtigung betrieben.

21.-22. Tag: Das Ende der Reise
Am 21. Tag geht es per Inlandsflug oder per Zug zurück nach Teheran. Je nach Verbindung treffen wir am Nachmittag wieder in der Hauptstadt ein und übernachten ein letztes Mal im Land. Da unser Hotel recht zentral gelegen ist, haben wir – je nach Ankunftszeit von Flieger bzw. Zug – noch Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, und z.B. dem Golestan-Palast einen Besuch abzustatten.

Am frühen Morgen des 22. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

Hinweis zu Anmeldefrist und Visa
Anmeldungen müssen mindestens 8 Wochen vor Reisebeginn erfolgen, da nomad für Sie in Iran eine Visareferenznummer beantragen muss. Dazu benötigen wir bei Anmeldung Ihre Reisepasskopie, die Namen Ihrer Eltern, die Adresse Ihres Arbeitgebers samt Angabe Ihrer Arbeitsposition und Ihres Arbeitsbereichs sowie die Auskunft, ob Sie bereits im Iran waren (mit Datumsangabe).

Dasht-e Lut Intensiv
Zusätzlich zu dieser Expedition bieten wir eine zweiwöchige Geländewagenreise an, die sich auf die Erkundung der Dasht-e Lut konzentriert. Hier ist der Link: “Iran Wüsten Reise - Dasht-e Lut intensiv”

 

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