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526 Iran Trekking Reise: Golestan & Elburs Gebirge
Aktiv- und Wander Reise im grünen Nordosten des Iran im Golestan Nationalpark; Aufenthalt in der prämierten Turkmen Ecolodge



1.-2. Tag: Anreise nach Teheran
Flug von Frankfurt nach Teheran (Tehran) mit Turkish Airlines (via Istanbul; andere Flughäfen auf Anfrage) und Ankunft dort am Abend.

Das Getriebe der modernen Millionenmetropole und das selbstbewusste Auftreten der Menschen vermitteln auf Anhieb ein Bild, das den üblichen Medienberichten in vielerlei Hinsicht widerspricht. Zugleich lernen wir hier eine iranische Realität kennen, die in lebhaftem Gegensatz zu dem weiteren Reiseprogramm stehen wird. Da wir auch noch die nächste Nacht in Teheran bleiben, können wir uns für die Besichtigung der Hauptstadt Zeit nehmen.

Am nächsten Morgen besuchen wir eines der Interessanten und schönsten Museen Irans: das Nationalmuseum und Glas- & Keramikmuseum. Das Nationalmuseum wurde im Jahr 1937 nach den Plänen das französischen Archäologen Andre Godard errichtet, der von 1931 bis 1960 den Iranischen Antikendienst leitete. Das in einem kleinen Park gelegene Glas- & Keramikmuseum entstand zu Beginn des 20. Jh. und beherbergte in den 50er Jahren die ägyptische Botschaft. Sehenswert ist das Museum nicht nur aufgrund seiner wunderschönen Glas-, Keramik- und Kristallkollektion aus achämenidischer bis qajarischer Zeit, sondern auch wegen ihrer gelungenen Präsentation.

Nachmittags werden wir in den Bergen im Norden der Stadt eine Wanderung unternehmen und die Aussicht auf die Stadt genießen. Wer möchte, kann mit einer Bergbahn auf den Berg Tochal hinauffahren.

3.-4. Tag: Via Badab-e Surt nach Mian Qaleh
Orange, rot und gelb sind die Farben, die das Naturschauspiel unseres heutigen Tagesziels Badab-e Surt beherrschen. In unendlich variierten Stufen steigt dort eine gewaltige, aus natürlichen Wasserbecken gebildete Treppe den Berghang hinab. Auslöser dieses Phänomens sind zwei warme Mineralquellen, die auf etwa 1.800 Höhenmetern entspringen. Dieser Abend übernachten wir wahlweise in einem Homestay oder in unseren Zelten – dies ist vom Wetter abhängig, das in den Bergen durchaus wechselhaft ist.

Den Nächsten Tag wenden wir uns ostwärts und erreichen gegen Mittag die Turkmen Ecolodge im Nordwesten des Golestan-Nationalparks. Unterwegs statten wir dem Gonbad-e Qabus einen Besuch ab. Der 52 Meter hohe, weitgehend schmucklose Turm ist das Mausoleum des Ziyariden-Herrschers Qabus, der um das Jahr 1000 hier regiert hat. Laut örtlicher Überlieferung soll der Herrscher in einem Glassarg an eisernen Ketten Dutzende Meter über dem Boden an der Turmkuppel schwebend geruht haben. Das Monument gilt als Wahrzeichen der Region und steht seit 2012 auf der UNESCO-Welterbeliste.

Unser Tagesziel, die Ecolodge, liegt im Dorf Tutul-e Tamak und empfängt uns mit einer lokalen Mahlzeit und einem anschließenden Erkundungsgang in die Umgebung.

5. Tag: Die Savannen im Golestan National Park
Am nächsten Tag stehen wir früh auf und fahren durch das Zentrum des Nationalparks nach Osten. Unterwegs sehen wir vielleicht schon die ersten Gazellen, die in dieser steppenartigen Landschaft einen idealen Lebensraum finden.

Unser Trekking startet noch relativ nahe der Asphaltstraße an einem Camp der Nationalpark-Ranger, die sich um die Tiere und den Schutz des Parks kümmern. Zunächst laufen wir durch savannenartiges Buschland, in dem besonders im Frühjahr zahlreiche Gazellenherden weiden.
Unser Ziel ist der Gha Vakh Canyon, der sich nördlich des ersten von uns zu überwindenden Bergzuges erstreckt. Dabei legen wir an diesem ersten Tag etwa 12 bis 15 Kilometer zurück, und überwinden ca. 500 Höhenmeter (von 1.200 auf 1.500 müNN). Am Camp angekommen entzünden wir ein Lagerfeuer und lassen uns mit lokal zubereiteten Speisen verwöhnen. Hier treffen wir auch auf die Pferde und ihre Führer. die uns in den kommenden Tagen begleiten.

6.-11.Tag: Pferde-Trekking auf den Hochebenen und in den Wäldern des Golestan-Nationalparks
Wie an allen folgenden Tagen werden wir auch an unserem zweiten Trekkingtag um ca. sechs Uhr aufstehen und frühstücken. Anschließend lädt die Begleitmannschaft das Gepäck auf die Lastpferde, und wir brechen auf. Unser heutiges Tagesziel ist Beke Yatagh auf einer Höhe von 1.600 müNN, das wir nach etwa 14 Kilometern Wegstrecke erreichen. Unser Weg führt zunächst durch ein teils dicht bewachsenes Tal, in dem wir mit etwas Glück die Spuren von Bären und die Losung von Raubkatzen entdecken. An den kahleren Abhängen leben scheue Wildschafe, die wir möglicherweise mit Ferngläsern beobachten können. Aus dem Tal heraus geht es auf abwechslungsreicher Route über kleinere Bergrücken bis zum Zeltplatz.

Der nun kommende dritte Trekkingtag ist schon etwas anstrengender: Unsere Route führt uns auf der Nordseite an der Schulter des höchsten Berges im Nationalpark – dem Deejour Kaji (2.411 m) – vorbei bis zum alten Friedhof bei Sultan Hobby (ca. 2.070 m). Während der etwa 13 Kilometer langen Wanderstrecke überwinden wir etwas mehr als 500 Höhenmeter. Am Zeltplatz angekommen genießen wir die weiten Ausblicke in die unter uns gelegenen dichten und tiefgrünen Waldgebiete des Nationalparks.

Dieses ausgedehnte Waldgebiet begleitet uns am vierten Tag unseres Trekkings, bis wir an unserem Zielpunkt Joylokh auf ca. 1.850 m angelangt sind. Es geht leicht bergab, und nach den Anstrengungen des Vortages liegen heute nur sehr gemäßigte 7 Kilometer zwischen Start- und Zielpunkt. Dabei bewegen wir uns nach wie vor fast durchgehend oberhalb der eigentlichen Waldgrenze.

Den Laubwald erkunden wir am fünften Trekkingtag: Wiederum geht es stets leicht bergab, über 11 Kilometer zunächst noch an einer Bergschulter entlang, und dann mitten durch den Urwald. Viele der hier wachsenden Baumarten kennen wir aus Mitteleuropa. Unser Camp liegt oberhalb der eiskalten und wasserreichen Quelle Chatal Ghouagh auf etwa 1.420 m. Wir campen oberhalb der Quelle, und nutzen den späten Nachmittag sicherlich zu einem erfrischenden Bad im Quelltopf.

Am sechsten Trekkingtag folgen wir zunächst dem Lauf des Flusses, der an der Quelle entspringt. Bald lassen wir den immer tiefer und breiter werdenden Canyon zu unserer Rechten und erklimmen die Abhänge des Tales. Hier wechselt die Vegetation erneut, mächtige Wacholder und blumenreiche Wiesen erfreuen das Auge. Vor uns liegen bald die Felder der turkmenischen Landbevölkerung. Wir halten uns oberhalb der bebauten Flächen und schlagen bei Koylar (1.300 m) unser letztes Camp auf.

Unser letzter Trekkingtag führt uns direkt zurück zur Ecolodge. Dabei durchwandern wir ein letztes Mal den dichten Laubwald, der die etwas höher gelegenen Bergzüge bedeckt. Nach insgesamt 17 Kilometern auf einer relativ gleichbleibenden Höhe zwischen 1.300 und 1.400 Metern erblicken wir vom Westabhang der Berge das Dörfchen Tutul-y Tamak, in dem die Ecolodge liegt. Nach den vielen Tagen in der Natur genießen wir sicherlich die Annehmlichkeiten unserer Unterkunft und der Duschen!

12. Tag: Traditionelle Musik und Handwerke
In der Ecolodge haben wir einen vollen Tag Zeit, um uns mit der hiesigen Regionalkultur vertraut zu machen, die stark von den Traditionen der turkmenischen Steppenvölker geprägt ist. Egal ob Brotbacken im Holzkohleofen oder Spinn- und Webtechniken: Hier kann nicht nur zugeschaut, sondern auch selbst ausprobiert werden.
Die hier heimische Dotar-Musik erklingt auf Wunsch ebenfalls. Bei alldem wird es schwer fallen, am nächsten Tag Abschied zu nehmen.

13.-15. Tag: Mashhad und das Ende der Reise
Die rund 450 Kilometer lange Strecke nach Mashhad lockern wir auf, indem wir unterwegs das Grab des Hakim Abul-Qasim Firdawsi Tusi besuchen. Er dichtete im 10. Jahrhundert Shahnameh, das persische Nationalepos, das die Legenden um die vorislamischen persischen Könige in Verse fasst.

Mashhad selbst, die zweitgrößte Stadt Irans, steht am 14. Tag auf dem Programm. Sie gilt als eine der sieben heiligen Stätten des schiitischen Islam, weil sie das Grab des einzigen schiitischen Imam beherbergt, der auf iranischem Boden bestattet liegt. Nach einer gemeinsamen Stadtbesichtigung steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Mashad ist stark vom Pilgerverkehr geprägt. Viele Pilger kommen aus arabischen Ländern hierher. Entsprechend bunt und umfangreich ist das Angebot an Souvenirs, Kleidung und Luxuswaren in den des Nachts hell erleuchteten Einkaufsstraßen.

Am 15. Tag Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt mit Turkish Airlines via Istanbul.

 

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