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523 Iran Wüsten Reise: Persischer Golf & Wüste Lut
Geländewagen-Expedition zum Persischen Golf und in die Dasht-e Lut, die größte Sandwüste Irans



1.-2. Tag: Anreise über Teheran an den Persischen Golf
Flug von Frankfurt nach Teheran (Tehran) und Ankunft dort am Abend. Fahrt zum Hotel und Übernachtung in Tehran.

Bereits am nächsten Tag fliegen wir weiter Richtung Süden und landen in Bandar Abbas. Je nach Flugzeit haben wir zuvor noch die Gelegenheit, den Golestan Palast in Tehran zu erkunden und einen kurzen Spaziergang in der Stadt zu unternehmen. In Bandar Abbas angekommen, erwartet uns bereits unser Wüstenteam. Am Abend gehen wir gemeinsam Essen und probieren die lokale, gut gewürzte Küche des iranischen Südens aus. Wir übernachten in einem Hotel in Bandar Abbas.

3.-5. Tag: Inseln im Persischen Golf – Qeshm und Hormuz
Qeshm, die größte Insel im Persischen Golf, ist ein Zentrum der Bandari-Kultur und besticht durch eine ganze Reihe von Naturschönheiten. Fast die gesamte Insel war von der UNESCO zum Geopark erklärt worden - und war damit der einzige im Nahen und Mittleren Osten (von 88 Geoparks weltweit). Das Konzept der Geoparks hat zum Ziel, die Natur einer Region durch Sanften Tourismus zugänglich zu machen und gleichzeitig zu erhalten. Im Jahr 2013 wurde dem Qeshm-Geopark dieser Status von der UNESCO zunächst wieder aberkannt, da die iranische Regierung die notwendigen Voraussetzungen zum Schutz der Natur nicht erfüllt hatte.

Wir nehmen uns zwei Tage Zeit, um die Insel kennen zu lernen. Zu den ersten Höhepunkten gehören die Kharbas-Höhlen (Ghar-e Kharbas) mit Gängen und Höhlen, die bereits in vorislamischer Zeit aus dem Fels gehauen wurden, und das Darreh Setareha, das sogenannte Sternental, mit seinen schroffen und höchst fotogenen Erosionslandschaften.

Am Nachmittag des Ankunftstages unternehmen wir eine Bootsfahrt auf die Nachbarinsel Hengam. Während der Fahrt kann man in der Regel Delphine beobachten. Auf der Insel gibt es zahlreiche schöne Strände, und man kann (mit entsprechend mitgebrachter Ausrüstung) schnorcheln gehen, um Korallen und tropische Fische zu entdecken. Im Inselinneren leben zahlreiche Chinkara-Gazellen und Dornschwanzagamen.

Wieder zurück auf der Hauptinsel erreichen wir nach einer ersten Zeltübernachtung den Namakdan-Salzdom. Ein kleiner Teil dieses riesigen Salzdoms, der maßgeblich zur Ausprägung der Landschaftsformen der Insel beigetragen hat, kann auch ohne Ausrüstung und Genehmigung besichtigt werden.

Später wandern wir in die Tang-e Chahkuh. Diese mehrere Kilometer lange, sehr schmale Klamm hat sich in das ockerfarbene Sedimentgestein hineingefressen und bietet wieder einmal mannigfache Fotomotive. Am Nachmittag erreichen wir den Jangal-e Hara. In diesem Mangrovenwald können wir während einer Bootsfahrt neben Delphinen besonders in den Wintermonaten zahlreiche Vögel beobachten. Nach iranischen Angaben migrieren 25% der heimischen Vogelwelt jährlich in diese Region.

Auf unserem weiteren Weg entlang der Küste bummeln wir durch Bandar Laft. Dieser kleine Hafen ist von zahlreichen Badgir (Windtürmen) geprägt. Zudem besuchen wir eine der zahlreichen Werften, auf denen Dhaus (hier Lengeh genannt) gezimmert werden.

Wir übernachten ein zweites Mal auf der Insel, bevor wir am Morgen des 5. Tages die Fähre zurück aufs Festland nehmen.

Doch noch steht eine dritte Insel auf unserem Programm: Hormuz. Mit einem Schnellboot fahren wir hinüber und besichtigen die alte portugisische Festung. Anschließend wenden wir uns ins Landesinnere und suchen uns einen Übernachtungsplatz in der Nähe von Minab

6.-7. Tag: Der Markt in Minab und die Küste Hormozgans
Das bunte Treiben auf dem wöchentlichen Markt von Minab schlägt uns am Morgen des 6. Tages in seinen Bann. Zahlreiche Verkäuferinnen und Käuferinnen tragen die typische Burqa – eine reich bestickte und farbenfrohe Gesichtsmaske, die wie im benachbarten Oman eine Art Nasensteg besitzt. Anschließend geht es zurück an die Küste. Auf unserem Weg nach Süden passieren wir Mangrovenwälder, Schlammvulkane und staunen immer wieder über die bizarr erodierten Formen, zu denen Wind und Wasser aus den küstennahen Sedimentgesteinen geformt haben.

Wir übernachten gleich zweimal in Strandnähe und haben so auch Zeit für lange Spaziergänge und natürlich ein Bad im Persischen Golf.

8.-10. Tag: Durch die „Badlands“ in die alte Oase Bam
In den nun folgenden drei Tagen suchen wir uns einen Weg über den Kuh-e Bashakerd, der immerhin schon eine Höhe von über 2.300 Metern erreicht, und vorbei am Hamum Jazmuriyan – einer riesigen, abflusslosen Senke – nach Norden. Dieser Teil der Reise hat bereits Expeditionscharakter, denn in dieser wasserarmen Region gibt es nur sehr vereinzelte Oasen, sodass wir total auf uns gestellt sind.

Am Abend des 10. Tages erreichen wir Bam und wissen sicherlich die Annehmlichkeiten der Duschen im Hotel zu schätzen.

11.-18. Tag: Expedition in die Dasht-e Lut: Querung von Süd nach Nord
Wenngleich die Arg-e Bam, die Zitadelle von Bam, durch das Erdbeben fast gänzlich zerstört wurde, werden wir doch einen Bummel zu der alten, derzeit in Renovierung befindlichen Festung unternehmen, bevor wir die Oase verlassen und in die südliche Lut hineinfahren. Hier liegt eine letzte, heute verlassene Oase namens Sharukhabad, deren stark verwitterte Kuppelbauten wir aber nur als groben Orientierungspunkt nehmen. Vor uns erstrecken sich die nahezu vegetationsfreien Ebenen von Zangi Ahmad, die wir nach Osten hin mit Ziel auf die Sanddünen queren.

In den nun folgenden Tagen erkunden wir zunächst die Dünengebiete der östlichen Lut ausführlich. Ihre höchsten Grate verlaufen überwiegend in Südwestrichtung, doch je weiter wir in ihr Zentrum vordringen, desto verwirrender wird das Muster der Dünenzüge. Tief greifen hier die Finger der riesigen, bis über 420 Meter hohen Sterndünen ineinander. Eines unserer Ziele ist das "Tal der Meteoriten", eine Gegend der Wüste, in der Reste eines außerirdischen Himmelskörpers verstreut liegen. Diese Gesteine zeichnen sich in erster Linie durch ihren hohen Eisengehalt aus und sind daher besonders schwer.

Bewuchs treffen wir in dieser Sandwüste nur selten an, doch manchmal steht eine einsame Akazie in einem Dünental und spendet willkommenen Schatten für ein Mittags-Picknick. Mehrere Tage sind wir zwischen den turmhoch aufragenden Dünenriesen unterwegs und müssen dabei immer wieder steile Sandhänge überwinden.

Dann wenden wir uns gen Westen und queren die flacheren Ebenen der zentralen Lut. Hier überdecken mächtige, einzeln stehende Sterndünen einen flachen Wüstenboden, aus dem nur dann und wann bizarr geformte Überbleibsel eines ehemaligen Meeresbodens aufragen. Ein wenig erinnern diese Kalksteinmonolithe an die Formationen der ägyptischen Weißen Wüste.

Je weiter wir nach Westen gelangen, desto höher erheben sich vor uns die Kalutas, von Wind und Sand stromlinienförmig erodierte Kalksteinfelsen. Sie sind scharfgratig und stehen in langen, parallelen Reihen hintereinander. Zwischen den oft bis zu hundert Meter hohen Riegeln erstrecken sich weite, ringförmige Arenen, in deren Zentren abflusslose Senken liegen. Gleich Trichtern sind ihre Ränder durch übereinander liegende weiße Kalksteinbänder gegliedert. Entlang der Kalutas bewegen wir uns nun weiter nach Norden und erreichen schließlich am 11. Reisetag die Oase Deh Seyf, die an dem alten Karawanenweg von Shahdad nach Nehbandan liegt. Hier können wir erstmals wieder Wasser nachfüllen, und verbringen die Nacht entweder nochmals in den Zelten oder vielleicht auch im Garten oder auf dem Hausdach eines der freundlichen Oasenbauern.

Der mächtige, über 4.000 Meter hohe Gebirgszug des Kuhha-ye Kuhbonan begleitet uns auf unserem Weg nach Nordwesten. Die weiten, im Sonnenlicht schwarz glitzernden Ebenen der nördlichen Lut kontrastiereren hier mit den leuchtend rot und weiß gebänderten Abhängen der Berge. Je nachdem, ob vorangegangene Regenfälle die Salzflüsse haben anschwellen lassen, nehmen wir entweder befestigte Straßen, oder fahren weglos. Bei Ravar erreichen wir eine einsame Karawanserei, die sich pittoresk unterhalb des Berges duckt. In der Nähe verbringen wir unsere letzte Zeltnacht.

19.-22. Tag: Yazd und das Ende der Reise
Nun steuern wir Yazd an und freuen uns auf die erste Hotelübernachtung mit Dusche nach der langen Zeit in der Lut. Trotz des trockenen Klimas zeigt sich die Stadt dank der bis zu 50 km langen Bewässerungskanäle erstaunlich grün. Im 5. Jahrhundert gegründet, erlebte Yazd im 14. und 15. Jahrhundert aufgrund seiner begehrten Teppiche und Seidenstoffe eine Blütezeit.

Am Abend verabschieden wir uns mit einem gemeinsamen Essen von unserer Crew, die den langen Weg zurück nach Tehran ohne uns zurücklegen wird.

Der gesamte 20. Tag steht uns für eine Erkundung des Basars, der unter UNESCO-Schutz stehenden Altstadt — noch fast vollständig von einer Lehmziegelmauer umgeben — mit ihren prächtigen Moscheen und Mausoleen, und der gewaltigen Schweigetürme der Zoroastrier, wo früher deren Tote ausgesetzt wurden, zur Verfügung.
Am 21. Tag geht es für uns – je nach Flugplan – per Flugzeug oder per Zug zurück nach Teheran, wo wir ein letztes Mal übernachten. So haben wir entweder in Yazd oder in Tehran noch etwas Zeit, um letzte Einkäufe zu erledigen, oder einfach durch die Stadt zu bummeln.

Am frühen Morgen des 22. Tages Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

Weitere Expedition in die großen persischen Wüsten / Infos zur Kurzversion
Eine Kurzversion dieser Reise ist ebenfalls buchbar. Diese Reise startet am 24.12.16, und beinhaltet einen Inlandsflug nach Kerman. In Kerman werden Sie von unserem Wüstenteam erwartet, erkunden Kerman und Mahan, und erreichen am Abend des 26.12.16 Bam und damit auch die Reisegruppe. Weitere Infos erhalten Sie direkt bei uns in Gerolstein.

Zusätzlich zu dieser Expedition bieten wir zwei weitere Wüstenreisen im Iran an:

- Eine dreiwöchige Expedition, die zusätzlich eine umfassende Erkundung der Dasht-e Kavir beinhaltet. Hier ist der Link: “Iran Wüsten Reise in die großen persischen Wüsten ”

- Sowie eine zweiwöchige Expedition, die sich auf die Erkundung der Dasht-e Lut konzentriert. Hier ist der Link zu dieser Reise: “Iran Wüsten Reise - Dasht-e Lut intensiv”

 

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