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IHR ATMOSFAIR BEITRAG ![]() Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Mali entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 2520 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 59 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter www.atmosfair.de |
Bambara, Malinke, Songhai, Fulbe, Tuareg, Dogon: Die Liste der Völker Malis ist lang. Nicht immer haben sie friedlich miteinander gelebt. So kam es zuletzt in den 90er Jahren zu einem Guerillakrieg, mit dem die Tuareg in Malis Norden bessere Lebensbedingungen in der durch Hungersnöte verarmten Südsahara und mehr kulturelle Eigenständigkeit durchsetzen wollten. 1996 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, der seither zu einer deutlichen Befriedung der Region führte und der Timbuktu wieder zu einem Handelszentrum in der Wüste machte – wenn auch in viel kleinerem Maßstab, als es die Stadt vor Jahrhunderten war. Unter den Völkern Malis ragen auch die Dogon besonders hervor, weniger an Zahl denn an der Fülle ihrer Traditionen und Glaubensvorstellungen, die auch die französischen Kolonisatoren nicht brechen konnten. Die Überlieferung der Dogon wurzelt in einer vielschichtigen Ahnenverehrung, die buchstäblich an jeder Ecke zu spüren ist. Tuareg und Dogon sind zwei der Völker, denen wir bei unserer Reise in Mali begegnen werden. Gleich zu Beginn bummeln wir über den Wochenmarkt in Djenné, den Markt der Völker, auf dem jeden Montag Bambara, Bobo, Dogon, Bozo und Fulbe aus dem ganzen Land mit ihren Waren zusammenströmen. Dann nehmen wir uns drei Tage Zeit für eine Wanderung entlang des Steilabbruchs, in dem die Dogon seit Menschengedenken leben. Am Zusammenfluss von Niger und Bani, liegt das quirlige Mopti. In seinem Hafen löschen schwerbeladene Pinassen ihre vielfältige Ladung. Gegenüber, auf der anderen Seite des Flusses, schwelen die Feuer der Bozo-Frauen, die hier frischen Fisch räuchern und trocknen. Fisch, Salz und Vieh haben Mopti in der jüngeren Vergangenheit zu einem ebenso wichtigen Warenumschlagplatz gemacht wie einst Djenné, die Schwesterstadt Timbuktus. Mit einer Pinasse folgen wir dem Niger gemächlich vom lebhaften Mopti über den Lac Debo und entlang seines gewundenen Weges durch die Dünen am Südrand der Sahara bis hinauf nach Timbuktu. Einen Zwischenstopp legen wir beispielsweise in Niafunké ein, der Stadt Ali Farka Toures. Er ist verstorben, aber seine Musikerkollegen machen Niafunké nach wie vor zu einem Zentrum malischer Musik. Ehemals Zentrum islamischer Gelehrsamkeit und "Hafen der Wüste" für die Salz- und Goldkarawanen vergangener Tage ist der Glanz Timbuktus verblichen, nicht aber ihr Mythos. Nahebei hat das Festival du Désert seinen Platz in den Dünen der Südsahara gefunden. Hervorgegangen aus den traditionellen Temakannit – Zusammenkünften – der Tuareg ist es inzwischen zu dem musikalischen Ereignis in der Sahara geworden. Ganze drei Tage verbringen wir in der Wüste, streifen durch die ebenso schnell entstehende wie nach dem Ende des Fests verschwindende „Lagerstadt“, hören allerorten Musik, treffen Gott und die Welt. Am Ende der Reise steht nach einer mehrtägigen Fahrt in Geländewagen Bamako, die pulsierende Metropole der Bambara weit im Westen Malis. Wer mag, stürzt sich hier ins Nachleben und besucht einige der zahllosen Live-Musikclubs, in denen auch schon mal unvermutet Habib Koité auftritt. Die teils feuchte Hitze im Dunstkreis des Niger setzt einige Klimaverträglichkeit voraus. Für das Trekking im Dogonland ist eine mindestens normale Kondition erforderlich, denn unser Weg ist teils sandig. Ausdauer und Durchhaltevermögen erfordern die teils langen Transfer- und die Pistenfahrten. Die Unwägbarkeiten der Festivalplanung verlangen ein gerüttelt Maß an Flexibilität und Kompromissbereitschaft bei eventuell notwendigen Routenänderungen. Diese Reise haben wir 2004 erstmals durchgeführt. Ein Artikel zur damaligen Reise ist am 19.02.05 in der taz erschienen (Autor Martin Gerner). Der Artikel kann über den Recherchedienst der taz angefordert werden; wir schicken Ihnen aber auch auf Anfrage auch gerne einen Auszug. Ende 2003 erschien eine CD mit Musik vom Festival mit dem Namen "Le Festival Au Desert" Das Eintrittsgeld für das Festival von immerhin derzeit offiziell ab EUR 135 (vergleiche die Website des Festivals!) soll auch gemeinnützigen Zwecken dienen. Wir haben den Eintritt deswegen nicht in den Reisepreis eingeschlossen, weil es in der Vergangenheit vor und während des Festivals zu Preisänderungen kam, die wir einfach nicht vorhersehen können. Wir bitten hierfür um Verständnis. |
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