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Feste & EventsReligiöse Feste, Musikfestival und andere Feiertage sind oftmals Grund genug, ein Land zu bereisen. Wir stellen hier einige der wichtigsten vor. ISLAMISCHE FESTERamadan ist der Name des neunten Monats im islamischen Mondkalender. Während seiner Dauer sind Muslime aufgerufen zu fasten. Von Sonnenauf- bis untergang ist es den Gläubigen mit wenigen Ausnahmen (etwa Schwangeren, alten Menschen und Kindern) untersagt, etwas „zu sich zu nehmen“ (Speisen, Getränke, Nikotin...). Die Einhaltung der Fastenzeit ist eine der fünf Säulen des Islam. Den Beginn des Ramadan markiert „hilal“, die neue Mondsichel am Ende des Vormonats Scha'ban. Nach rund 30 Tagen mündet die Fastenzeit in den Eid al-Fitr oder Eid al-Saghir , das dreitägige Fest des Fastenbrechens, auch das kleine Fest genannt; im Türkischen küçük bayram oder seker bayrami. Das Fest beginnt mit einem Feiertagsgebet, das in vielen Ländern außerhalb der Moscheen an besonderen Plätzen zelebriert wird. An diesem Tag wird auch die Zakat (Almosensteuer) des Fastenbrechens an Bedürftige entrichtet. Die Feiertage werden mit üppigen Mahlzeiten und Familienbesuchen gefeiert. In den meisten islamischen Ländern erhalten die Kinder zu den Feiertagen neue Kleider. Auf den Eid al-Fitr folgt jährlich am 10. Tag des Monats Dhu al-Hidja der Eid al-Adha oder Eid al-Kabir (türk. kurban bayrami, Persisch: eyd qurban). Er markiert den Höhepunkt der Hadj, also jährlichen Wallfahrt nach Mekka, und dauert 4 Tage. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (im Christentum: Abraham) gedacht, der auf Gottes Geheiß bereit war, seinen Sohn Ismael (im Christentum: Isaak) zu opfern. Als Gott Abrahams Bereitschaft und sein Gottvertrauen sah, gebot er ihm Einhalt. Ibrahim und Ismail opferten daraufhin aus Dankbarkeit einen Widder. Es ist für alle Muslime Pflicht, zur Feier des Festes ein Tier zu opfern, wenn sie es sich denn finanziell leisten können. Das Fleisch des Tieres - meist ein Schaf oder eine Ziege - sollen sie unter Bedürftigen verteilen. Während des islamischen Fastenmonats, dem Ramadan, sowie während der Ihd-Feste ist das öffentliche Leben in vielen islamischen Ländern tagsüber stark eingeschränkt. Die Menschen sind während des Ramadan oft etwas gereizt und würden es auch einem Nicht-Muslim übel nehmen, wenn er die Fastenregeln durchbrechen sollte. Außerhalb der Hotels sind deswegen tagsüber oft alle Restaurants geschlossen. Das Leben verlagert sich weitgehend in die Abend- und Nachtstunden: Während des Ramadan sind Lokale und Läden bis tief in die Nacht geöffnet und voller Leben. In unseren Reiseländern wirkt ich der Ramadan sehr unterschiedlich aus. Genauere, auf das Reiseland bezogene Informationen finden Sie deswegen in den Reisemerkblättern, die Sie sich zu jeder Reise bzw. im Infoteil / Länderinfos herunterladen können. Generell können wir aber auch in den traditionellsten islamischen Ländern auf unseren Überlandtouren tagsüber (abseits der Siedlungen) Picknicks machen - es wird also niemand Hunger leiden müssen. Da die islamischen Feste nach dem islamischen Kalender gefeiert werden, verschieben sich die Feiertage bezogen auf den gregorianischen Kalender jedes Jahr etwa um 11 Tage nach vorne. Die Daten der Feiertage finden Sie bei uns unter Kalender. ARABIEN - JEMENKamelspringen war gut hundert Jahre lang Teil eines Festes namens al-Khamis, mit dem die Bewohner von al-Duraihimi in der jemenitischen Tihama das Ende der Palmernte begingen. Ziel der ungewöhnlichen Sportart war es, mit einem beherzten Sprung über möglichst viele nebeneinander aufgereihte Kamele zu setzen. Seit Mitte der 1990er Jahre gab es in al-Duraihimi keine Palmfeste mehr, doch wurde die Tradition 2007 wiederbelebt. So führen nun jedes Jahr im August auch die Kamelspringer wie eh und je ihre athletische Kunst vor. Kamel- und Pferderennen vervollständigen das sportliche Festprogramm. Wir haben eine Sonderreise zu den Kamelspringern von al-Duraihimi aufgelegt. Da der Termin allerdings recht kurzfristig anberaumt wird, fragen Sie den konkreten Reisetermin bitte bei uns im Büro an. ARABIEN - OMANDer Nationalfeiertag Omans (eidh al-watani) fällt mit dem Geburtstag des regierenden Sultan Qaboos am 18. November zusammen. Dieser verlieh dem südarabischen Sultanat nicht nur seinen aktuellen Namen (zuvor lautete die offizielle Bezeichnung „Masqat und Oman“), sondern gab auch den Startschuss für einen rasanten Aufbruch des Landes in die Moderne. Den Neubeginn feiern die Omanis alljährlich mit Kamelrennen und traditionellen Tänzen. Alljährlich reist der Sultan anlässlich des Feiertages im Land umher und trifft auf unzähligen Veranstaltungen die Bevölkerung. Jede omanische Frau und jeder omanische Mann hat das Recht, den Sultan persönlich zu sprechen und ihm ihr/sein Anliegen vorzutragen. Der Sultan hört - wo notwendig - die ebenfalls anwesenden örtlichen Entscheidungsträger (darunter die lokalen Shaykhs und auch MInister) und trifft oftmals sofort seine Entscheidung. Der National Day wird jährlich an einem anderen Ort des Sultanats zentral gefeiert. Die Entscheidung über den Ort trifft der Sultan. Während unseren Reisen im November versuchen wir natürlich, einen Besuch des Festes in unsere Programme einzuschließen.
Das Programm unserer Sonderreise „Kharif“ finden Sie hier. ASIEN - MONGOLEINaadam, das Nationalfest der Mongolen, versetzt das ganze Land in Feierstimmung. Jedes Jahr vom 11.-13. Juli strömen die Menschen in die Hauptstadt Ulaanbaatar oder zu den Festplätzen in der Provinz, um den Wettkämpfen in den „drei männlichen Spielen“ (Eriin Gurwan Naadam) beizuwohnen: Pferderennen, Ringen und Bogenschießen. Mit Ausnahme des Ringkampfs sind heute allerdings auch Frauen zugelassen, und die Kräfte zehrenden Pferderennen, die über die unglaubliche Entfernung von 30 Kilometern gehen, bestreiten Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 10 Jahren. Die Wurzeln des Naadam liegen – wie so oft in der Mongolei – in der Zeit des Dshingis-Khan und noch davor. Je nach Termin schließen unsere Mongoleireisen selbstverständlich den Besuch eines Naadam-Festes mit ein. Nähere Informationen zu unseren Mongolei-Reisen fragen Sie bitte bei uns im Büro an. ASIEN - ZENTRALASIENDas Frühlings- und Neujahrsfest Nawruz geht auf mythologische Ursprünge zurück und gilt als eines der ältesten Feste des iranischen Kulturraums. Seit altpersischen Zeiten wird die Frühlings-Tagundnachtgleiche am 21. März als Beginn des neuen Jahres gefeiert. Im Zentrum des Festes steht die Zubereitung des Haft Sin, einer symbolhaften, vom Apfel bis zur Weizensprosse reichenden Kombination aus sieben Bestandteilen, die alle mit dem persischen „S“ beginnen müssen und den wichtigsten Schmuck der Neujahrstafel bilden. Das Fest ist nicht nur in Iran, sondern auch in anderen Ländern Zentralasiens Feiertag, darunter Tadjikistan, Kyrgystan und Uzbekistan. Vor und während des Nawruz sind in Iran die Behörden für längere Zeit geschlossen. Da wir bei unseren Iran- Reisen eine Visa-Referenznummer vorab beantragen müssen, sind wir gezwungen, den Anmeldeschluss für unsere Frühjahrsreisen nach vorne zu verlegen. Die genauen Daten finden Sie bei den Terminen unserer Iranreisen. AFRIKA - MAROKKOImilchil, an der Schwelle zum Hohen Atlas gelegen, beherbergt den wichtigsten Markt der Ait Hadiddou. Der Moussem, auch Hochzeitsmarkt genannt, macht das Berberstädtchen jedes Jahr im September zum Treffpunkt der ganzen Region. Um diese Zeit ist die Ernte eingebracht, der Winter hat noch nicht begonnen, und so nutzten die Menschen früher die kurze Frist der Muße, um auf Brautschau zu gehen und später traditionell Hochzeit zu feiern. Heute wird eine Rumpfversion der insgesamt fünftägigen Trauzeremonie von Schauspielern des Fremdenverkehrsbüros auf offener Bühne zelebriert. Ansonsten bringen die Ait Hadiddou während des Moussem längst mehr Kamele als Bräute an den Mann, was dem lebendigen Markttreiben jedoch keinerlei Abbruch tut. AFRIKA - MALIFestival au Désert Weltmusik pur erwartet alljährlich im Januar die Besucher des „Festival au Désert“ in Essakane, einer Wüstenoase bei Timbuktu im Norden Malis. Ins Leben gerufen von zwei regierungsunabhängigen Tuareg-Organisationen hat es sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Musikereignisse der gesamten Sahararegion entwickelt. Namhafte Künstler aus Mali, Niger und Mauretanien treten hier ebenso regelmäßig auf wie Musikergrößen aus dem europäischen und amerikanischen Ausland. Das Festival nimmt den jahrhundertealten Tuareg-Brauch der Temakannit auf – regelmäßiger Zusammenkünfte, die dazu dienten, Neuigkeiten auszutauschen, Meinungsverschiedenheiten beizulegen, Wettkämpfe zu veranstalten und Musik zu machen. Das Programm unserer Sonderreise „Temakannit“ finden Sie hier. Festival de Ségou Unsere Februarreise "Ghar N'Igheren" schließt regelmäßig einen Besuch des Festvals in Segou ein. Bitte erkundigen Sie sich bei uns nach den Details.
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